Vicenza – Mit dem Wind nach Italien

Vicenza – Mit unserem Raiffeisen Ballon machten wir uns gestern auf den Weg nach Italien. Nach 3 Stunden – 192 km – 5.300 m Höhe und 120 km/h landeten wir sicher in der Nähe von Vicenza in Cormignano di Brenta bei einem Bauernhof!

Sehenswürdigkeiten

Die Stadt Vicenza weist eine große Zahl von Palazzi aus dem 15. bis 18. Jahrhundert auf, von denen die bekanntesten von Andrea Palladio stammen, wie der Palazzo Barbaran da Porto. Die Villa La Rotonda und die Basilica Palladiana sind zwei Hauptwerke Palladios, der mit dem Teatro Olimpico das erste nachantike freistehende Theatergebäude Europas schuf. Im Jahr 1994 trug die UNESCO Vicenza als „die Stadt des Palladio“ in die Liste des UNESCO-Welterbes ein. 1996 wurde das Welterbe um die Palladianischen Villen außerhalb des Stadtkerns erweitert und heißt dementsprechend nun „Stadt des Palladio und der Palladianischen Villen Venetiens“.

Das Zentrum wird vom Hauptplatz, der Piazza dei Signori beherrscht. Die Basilica mit ihrem markanten Tonnengewölbe ist vom Bautyp her eigentlich keine Basilika im klassischen Sinne, sondern vom Erbauer wegen ihrer damaligen Nutzung als Markt- und Gerichtsstätte so – nach antikem Vorbild – benannt. Überragt wird der Platz von einem beeindruckenden Turm, dem Torre di Piazza, der fast 80 m Höhe erreicht und aus dem 12. Jahrhundert stammt.

Sport

In Vicenza ist der Fußballverein Vicenza Calcio beheimatet, der aktuell in der Lega Pro Prima Divisione spielt.

Geschichte

Euganeer, Veneter, Römer

Vicenza, das in älteren deutschsprachigen Publikationen auch als Wiesenthein oder Cimbria erscheint,wurde vom italischen Volk der Euganeer und dann im dritten und zweiten Jahrhundert vor Christus von den Venetern besiedelt. Die Römer verbündeten sich mit den Venetern in ihrem Kampf gegen diekeltischen Stämme, die Nordost-Italien besiedelten. Im Laufe der Zeit wuchs die römische Präsenz in der Region immer mehr an und die Veneter (deren Kultur viel eher etruskische und griechische Werte als keltische spiegelte) wurden allmählich assimiliert. 157 v. Chr. war die Stadt de facto ein römisches Zentrum und erhielt den Namen Vicetia oder Vincentia. 135 v. Chr. wurde der Ort auf einem Cippus im Zusammenhang mit der Grenzfestlegung zu Ateste (Este) erstmals erwähnt.

49 v. Chr. erhielt die Bevölkerung von Vicentia das römische Bürgerrecht. Die Stadt hatte eine gewisse Bedeutung als Station auf der wichtigen Straße von Mediolanum (Mailand) nach Aquileia, in der Nähe von Tergeste (Triest), stand aber im Schatten ihrer Nachbarin Patavium (Padua). Sehr wenig ist von der römischen Stadt erhalten, doch drei der Brücken über die Flüsse Bacchiglione und Retrone sind römischen Ursprungs und es existieren isolierte Bögen eines römischen Aquädukts außerhalb der Porta Santa Croce.

Während des Niedergangs des Weströmischen Reiches verwüsteten Heruler, Vandalen, Alarich I. und seine Westgoten sowie die Hunnen die Gegend, aber die Stadt erholte sich nach der Eroberung durch die Ostgoten im Jahr 489, bevor sie bald danach unter byzantinische Herrschaft kam.

Autor: Andy Nairz

„Ballonfahren ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern es ist eine Passion und Lebensweise. Ich kann bereits auf 10 Jahre im Heißluftballonsport zurückblicken. Mit dem Kauf der Firma möchte ich zahlreiche unvergessliche Erlebnisse, die mich im wahrsten Sinne des Wortes über den Alltag hinaus gehoben haben, mit Ihnen teilen.