Fön oder Föhn? In Innsbruck kennt man den Unterschied

Föhnhauptstadt Innsbruck

Zum einen liegt dies an der Vielzahl an Föhntagen, zum anderen wird hier seit langer Zeit an diesem Phänomen geforscht. Beispielsweise wie auch Heinrich v. Ficker mit seinen Fahrten im Ballon. Während die klassische Südföhnlage im Schnitt 47x pro Jahr in Erscheinung tritt, kommt der Nordföhn ca. 10x pro Jahr. Der Westföhn ca. 1x pro Jahr!

Seit Mitte der 90er Jahre besagt die Theorie, dass der überwiegende Teil der überströmenden Luft aus höheren Schichten kommt. Unterhalb dieser Schichten liegt im Luv häufig eine Inversion. Die darunter liegende Luft ist von der Föhnströmung abgekoppelt. Wenn die Kaltluft abströmt, greift der Föhn bis zum Boden durch. In der Nacht kann sich häufig wieder eine Inversionsschicht bilden, die den Föhn wieder nach oben drängt.

Wesentliches Element des Föhns in Innsbruck ist der sogenannte gap-flow. D. h. das eine Strömung, die gegen eine Gebirgsbarriere fließt und durch einen Einschnitt im Gebirge bzw. Pass entscheidend verändert wird. Dies erleichtert das Übergreifen von kälteren Luftmassen über den Hauptkamm und bedeutet damit Südföhn. Mit 1370 m Höhe ist der Brennerpass der niedrigste Passeinschnitt am Alpenhauptkamm. In Verbindung mit dem Wipptal gilt dies als Ursache für das Wind-Phänomen.

Auswirkungen von Föhn

Die Auswirkungen von Föhn sind stark vom Windprofil und der Temperaturschichten abhängig. Im Luv des Gebirges entstehen häufig Wolken. Im Lee kann es Wellen geben und die klassischen Föhnwolken (Lenticularis). Unterhalb u. oberhalb der Wellen können Rotoren und damit Turbulenzen entstehen.

Auch wenn der Föhn nicht bis zum Boden durchgreift, ist aufgrund möglicher Turbulenzen eine Ballonfahrt in Innsbruck bei Föhn nicht möglich. Denn Sicherheit steht an erster Stelle!

Bilder sagen mehr als tausend Worte! Kurzum lasse die Bilder für sich sprechen. Zum Beispiel mit unseren Fotoalben auf flickr oder auf instagram! Starts und Landungen bei Föhn am Flughafen Innsbruck findest Du hier!