Mit heißer Luft und kaltem Wind

Die Alpenueberquerung im Heissluftballon gehört wohl zu den letzten Abenteuern unserer Zeit. Das liegt daran, dass der Termin, wie auch die Fahrtroute und somit das Ziel nicht klar sind. Endlich ist es wieder so weit! Seit etwa zwei Tagen sehen wir die Möglichkeit auf uns zukommen. Doch mit Sicherheit kann man das erst einen Tag vor dem geplanten Termin sagen. Denn nur an wenigen Tagen im Jahr ist es möglich, mit einem Ballon die Alpen nach Süden zu fahren. Im Durchschnitt sind es drei bis fünf Tage zwischen November und März, an denen dies gelingen kann.

Alpenueberquerung im Heissluftballon – Ein Erlebnisbericht

Die Wetterprognosen halten, was sie seit zwei Tagen versprechen. Nachdem uns eine stürmische Schlechtwetterfront aus Westen auf Trab gehalten hat, dreht der Wind nun langsam Richtung Süden. Morgen früh wird er schließlich ganz in Richtung Süden drehen. Zudem wird es auch in Italien keine Probleme mit Nebel oder zu starkem Wind geben!

Der Start findet in Fulpmes statt. Hier wird es in der Früh kaum Bodenwind geben. Im Gegensatz dazu könnte es im Inntal bereits sehr windig sein. Weiter nördlich würde ein Start aufgrund von starker Bewölkung nicht möglich sein.

Am Startplatz treffen wir ein weiteres Ballonteam. Die seltene Gelegenheit gilt es, zu nutzen. Es ist noch Dunkel, als wir mit den Vorbereitungen zum Start beginnen. Schon bald beginnen die Brenner zu fauchen und die bunten Hüllen erheben sich. Mit Sonnenaufgang starten wir! Bereits auf ca. 3000 m beschleunigen wir auf 120 km/h. Wir steigen weiter! In 5500 m Höhe beschließen wir, zu bleiben. Mit 120 km/h geht es nach Venetien.

Alpenueberquerung im Heissluftballon – fantastisches Bergpanorama

Die Temperatur beträgt „milde“ -13°C, die wir als gar nicht kalt empfinden, da wir mit dem Wind fahren. Zusätzlich sind wir von der Sonne gewärmt. Die Aussicht ist überwältigend! Rechts von uns die Ötztaler Alpen, links die Zillertaler Alpen. Schließlich fahren wir genau über den Schlern und die Vajolet-Türme vorbei am Langkofel!

Nachdem wir den Alpen hinter uns gelassen haben, beginnen wir mit dem Sinken. Mit 7 m/s sinken wir rasch in Bodennähe. Als Krönung fahren wir noch über die Altstadt von Cittadella bevor wir in Piazzolo sul Brenta landen. Sanft setzen wir nach 2 1/2 Stunden und 197 km Fahrt auf. Ca. 1 1/2 Stunden später kommt unser Verfolger.

Gemeinsam verstauen wir den Korb und die Hülle im Anhänger. Ein großes Abenteuer liegt hinter uns und bei einem Glas Wein schwelgen wir in Erinnerungen. Wir sind dankbar für dieses Erlebnis!

Bilder sagen mehr als tausend Worte! Kurzum lasse die Bilder für sich sprechen. Zum Beispiel mit unseren Fotoalben auf flickr oder auf instagram!