Landung

Nach zirka einer Stunde leitet der Pilot durch weniger Heizen den „Abstieg“ ein. Auf einem geeigneten Feld oder einer Wiese, manchmal auch auf einer Straße, setzt der Korb sanft auf.

Weht der Wind bei der Landung etwas stärker, wird eine Schleiflandung zum Abbremsen der Fahrgeschwindigkeit durchgeführt. Dass dabei der Korb umkippt, ist selbstverständlich, aber nicht weiter tragisch. Für alle Passagiere stehen dazu Halteschlaufen im Korb zur Verfügung.

 

Das Verfolgerfahrzeug, mit dem wir ständig über Funk verbunden sind, ist schnell am Landeplatz und wir können gemeinsam beginnen den Ballon wieder an seinem Platz am Anhänger zu verstauen.

 

Warum landet Ihr mit dem Ballon nicht dort drüben?

 
Im Gegensatz zu anderen Luftfahrzeugen hat der Ballon keinerlei Möglichkeit zur Steuerung. Der Ballon fährt immer dorthin, wo der Wind ihn hintreibt. Da oft in Bodennähe der Wind noch einmal die Richtung ändert, wird es manchmal doch nicht die kurz abgemähte Wiese, die eigentlich für die Landung angepeilt wurde. Bei wenig Wind kann der Ballon dann noch aufgebaut auf eine Wiese nebenan getragen und dort zusammengelegt werden. Durch die enorme Fläche der Hülle von ca. 1500m² lässt sich der Ballon jedoch bereits bei geringen Windgeschwindigkeiten nicht mehr gegen den Wind tragen. Die Betriebsgrenze für den Start eines Heißluftballons liegt wegen der großen Angriffsfläche bei nur etwa 10 Knoten; dies sind nur knapp 20km/h Windgeschwindigkeit
 

Darf ein Ballonfahrer eigentlich überall landen?

 
Landung RauchzeichenGrundsätzlich ja! Da ein Ballon nicht gesteuert werden kann, kann man ihm auch nicht vorgeben, dass er z.B. auf einem bestimmten Flugplatz landen muss. Der Grundstückseigentümer/ Landwirt braucht die Landung eines Ballons daher vorher nicht genehmigen. Der Pilot ist jedoch verpflichtet, dem Grundstückseigentümer Auskunft über sich, den Halter des Ballons und die Versicherungsgesellschaft zu geben. Der Grundstückseigentümer darf den Abtransport des Ballons nicht verhindern. Dies ist im Luftverkehrsgesetz geregelt. Die Ballonfahrer bemühen sich, geeignete Flächen für die Landung zu wählen und z.B. Weideflächen weitestgehend zu meiden. Selbstverständlich besteht aber die Verpflichtung, einen bei der Landung entstandenen Schaden zu ersetzen.